Weinanbau in Dänemark. Oder: Dänischer Wein muss unbedingt sein!

August 08, 2018

Weinanbau in Dänemark. Oder: Dänischer Wein muss unbedingt sein!

Wusstet ihr, dass Dänemark seit 2000 ein von der EU anerkanntes Weinanbauland ist? Nein? Wir schon. Deswegen haben wir einen Abstecher in den Norden gewagt und uns das mal angesehen: Die Weine aus den vier Weinanbaugebieten Jütland, Fünen, Seeland und Bornholm gelten als neue und vor allem interessante Spezialität unter Kennern. Einige der dänischen Weingüter wurden in den letzten Jahren auch schon mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Das Weingut Dyrehøj Vingaard liegt auf der Insel Seeland, ganz in der Nähe der Stadt Kalumborg. Es ist Dänemarks größtes Weingut. Seit 2008 wird hier Weinbau betrieben und die ca. 26.000 Rebstöcke genießen von ihrem Hang einen fabelhaften Ausblick auf das Meer.

Durch die langen Sommertage bekommen die Reben viel Sonne, die mineralischen Böden liefern reichhaltig Nährstoffe und die Nähe zum Meer sorgt für eine ständige Windbewegung. Alles zusammen sind gute Voraussetzungen für feine frische Weine. Rot- & Weißweine profitieren hier gleichermaßen von den klimatischen Bedingungen.

Bei fast 30 Grad im Schatten haben wir nicht nur den Weinberg erklommen um die Aussicht zu genießen, wir haben vor allem der Vinothek einen Besuch abgestattet. Dort hat uns Betina, die Inhaberin, sehr nett empfangen und mit uns über ihr Weingut geplaudert. Dabei haben wir erfahren, dass ca. 1/3 ihrer Rebfläche mit Solaris bepflanzt ist. Die Kenner unter euch wissen, dass es sich dabei um eine sogenannte PiWi (pilzwiderstandsfähige Rebsorte) handelt.

Was sind pilzressistente Rebsorten? Pilzwiderstandsfähige Reben wurden aus europäischen und pilzresistenten amerikanischen Reben gekreuzt. Ziel war es, dabei die Vorzüge der Reben miteinander zu kombinieren. Die amerikanischen Reben galten lange als krankheits- und reblausressistent und dies sollte mit der herausragenden Weinqualität der eurropäischen Reben kombiniert werden.

Neben Solaris wachsen hier aber auch andere weiße Rebsorten, wie zum Beispiel: Muscaris, Johanniter und Souvignier Gris. Bei den Rotweinen haben sie sich für den Anbau von Rondo, Cabernet Cortis, Monarch und Pinot Noir entschieden.

Betina empfiehlt uns zum Abschied ihren Rosé als hervorragenden, unkomplizierten Terrassenwein. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und packen ihn ein. Für einen Ausflug ans Meer. Später. Denn jetzt ziehen wir weiter ins Café im Weingut, wo wir uns erst einmal mit einem Stück Kuchen stärken.

Skål 🙂


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