Mission: Elfenkuss & Brückentrüffel

Februar 01, 2019

Mission: Elfenkuss & Brückentrüffel

Kürzlich folgten wir in allerbester Agenten-Manier einem Hinweis: In Thüringens Landeshauptstadt sollten wir etwas ganz Wunderbares finden. „Zart wie eine Elfe und verführerisch süß, wie ein verbotener Kuss.“ Orientieren sollten wir uns an dem „Schatz, welchen zu finden ihr am Ende des Regenbogens vermögt. Dann wird das ein ganz einfaches Unterfangen.“
So die hämisch grinsend untermalte Aussage der Mutter der Tante der Postfrau. Oder war es doch die Schwägerin? Egal! Das roch nach einem feinen Rätsel. Mehr mussten wir gar nicht hören, um unsere Ausrüstung zu schultern und ins Abenteuer zu ziehen! In Erfurt waren wir Dank Phils Bleifuß dann auch recht zügig.

Während der Autofahrt haben wir uns gefragt, was wir wohl so Tolles finden sollten. In erster Linie müssen wir im Zusammenhang mit Thüringen nämlich immer an Klöße und Bratwürste denken. Die sind zwar unverschämt lecker und duften verführerisch, aber elfengleich ist da nix.

Also Auto geparkt und losspaziert. Ins Zentrum. Richtung Dom. Hübsch ist es in Erfurt: Gässchen mit alten schiefen Häuschen und bunte liebevoll dekorierte Schaufenster von Kunsthandwerk-, Mode-, Schmuck- und Antik-Stöber-Ramsch-Brauchste-nich-kaufste-trotzem-Läden. Als wir dann endlich vor dem Dom standen, stellten wir fest: So eindrucksvoll er auch ist. Elfengleich und verführerisch ist anders.

Während wir uns also über andere Gässchen Richtung Ausgangspunkt zurücktrollten, ging das Entdecken der Altstadt weiter: Diese tollen Terrassen und Balkons am Wasser – wie malerisch. HALT! „Haben wir vorhin auch eine Wasserquerung vorgenommen?“ Phil wog nachdenklich seinen Kopf. „Wir sind doch über die Krämerbrücke gelaufen. Was denn, wenn mit „am Ende des Regenbogens“ ein Brückenbogen gemeint ist?“

Zack. Umgedreht und noch einmal zur Krämerbrücke. Und tatsächlich – wir hielten unsere Nasen witternd in die Luft – hier roch es verführerisch süß. Und dann standen wir plötzlich vor einem kleinen Geschäft: „Goldhelm Schokolade – Manufaktur Krämerbrücke Erfurt“ war in verschnörkelten Lettern auf dem Schaufenster zu lesen.

In dieser Schokoladen-Manufaktur werden feinste Schoko-Genuss-Momente von Hand in Pralinen verzaubert. Die Philosophie dahinter ist so einfach, wie die Pralinen lecker: Die Qualität muss von Anfang an stimmen. Ähnlich wie beim Winzertum, spielt nämlich auch bei Kakaobohnen schon das Anbaugebiet eine wichtige Rolle. Die fachgerechte Behandlung der Schote, das anschließende Trocknen der Bohne – hier wird in der Manufaktur ganz genau darauf geachtet, dass alles fachgerecht und liebevoll vonstatten geht. Zum Beispiel wird das Trocknen der Bohne nicht via Feuer beschleunigt. Sie suhlt sich in den wärmenden Strahlen der Sonne bis sie trocken genug ist, um weiter verarbeitet zu werden. Und erst wenn das alles nach den genauen Vorstellungen des Pâtissiers passiert ist, wird aus der Bohne irgendwann eine Kuvertüre, die es in eine Praline zu verwandeln gilt.

So weit die Theorie. Praktische Erfahrungen sind uns da deutlich lieber: Als Kostprobe haben wir uns für den „Elfenkuss“ entschieden. Diese Praline aus dunkler Schokolade mit einer Füllung aus Cassis, schwarzem Cassis-Brand und Balsamico hat uns direkt in den Pralinen-Himmel katapultiert: Eine wunderbar cremige Schokoladenfüllung findet sich gebettet auf dem fruchtigen Bett der Cassis, versteckt unter der Ummantelung aus dunkler Schokolade. Dieses fruchtige Bett bietet mit seiner Säure einen verspielten Partner zu der Schokolade und lässt das Probieren zu einem erstaunlich frischen Geschmackserlebnis werden!

Falls ihr Erfurt also mal einen Besuch abstattet, macht einen Abstecher zu Goldhelm Schokolade – Manufaktur Krämerbrücke Erfurt und lasst es euch schmecken!


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