Kulinarisch abheben in Düsseldorf: Jode Honger!

Oktober 27, 2019

Kulinarisch abheben in Düsseldorf: Jode Honger!

Ihr kennt das: Eine Weiterbildung liegt hinter euch. Drei Tage voller Input, Smalltalk und ungesunden Kaffeepausen. In letzter Sekunde ergattert ihr ein Taxi, auf dem Weg zum Flughafen steht ihr dann an jeder Ampel und die Abflugzeit eures Fliegers rückt immer näher. Und näher. Nur der Flughafen rückt nicht näher. Aber ihr könnt ihn durch die dreckige Windschutzscheibe des leicht süßlich und verraucht riechenden Taxis schon sehen. Irgendwann kommt dann der Moment, wo der Taxifahrer euch im Stau vor dem Flughafen aus dem Auto springen lässt. Und wider Erwarten schafft ihr es recht zügig durch die Sicherheitskontrolle. Während ihr angestanden und gewartet habt, habt ihr euch zum Abendessen zu Hause mit Freunden verabredet.
Mmmhhh – ein Essen mit Freunden als Einstieg in ein süßes freies Wochenende…

„Gleich ist Boarding“, sagt Philipp. Ich wippe schon die ganze Zeit erwartungsvoll auf meinen Füßen auf und ab. Ah – da knacken schon die Lautsprecher und eine sympathische Stimme verkündet: „Sehr geehrte Fluggäste, der Flug nach Dr …knirschraschelfieeeeeepknirsch …sem Grund ersatzlos gestrichen.“

Ich erstarre in meiner Wippbewegung, aus der ich schon zum Sprung ansetzen wollte. Philipp runselt die Stirn und ganz zäh holt uns diese miese Erkenntnis ein: Nach Hause können wir jetzt wohl erstmal nur telefonieren. Und das zauberhafte Wochenendeinstiegsessen findet dann wohl ohne uns statt. Na prima. Und nun?

Knappe 40 Minuten haben wir uns ein neues Flugzeug organisiert. Bleiben noch 2 Stunden übrig, die überbrückt werden wollen. Und da wir gerade schrecklichen Hunger leiden, was sich übrigens auf unsere Laune auswirkt, tigern wir los.

„Sushi?“
„Nee.“
„Bäcker?“
„Nö. Was Warmes!“
„Kaffee ist warm.“
„Du mich auch.“
„…“

Gerade als wir uns auf Pizza & Pasta einlassen wollen, steigt uns der Duft von Gegrilltem in die Nase. Einen stummen Blickwechsel später, folgen wir diesem Duft entschlossen und landen vor einer urban wirkenden Lokalität. Ein Blick in die Karte zeigt uns: Fisch & Fleisch von Grill. Gemüsecurry. Mehr braucht es nicht, um uns zu überzeugen.

Wir ergattern einen freien Platz an der Fensterfront mit Blick auf das Rollfeld und eine Flasche kühlen Weißwein. Wir starten mit einem Kalbstatar. Für mich gibt es anschließend ein grünes Gemüsecurry und Philipp ordert einen naked Burger. Naked Burger? Ein Burger ohne Brot. Wegen der Kohlenhydrate nach 18 Uhr, ihr wisst schon. (Die Pommes dazu habe ich besser nicht kommentiert.)

Geschmacklich: super lecker und eine willkommene Abwechslung zu den sonst so typischen Flughafen-Bahnhof-Raststätten-Snacks. Der Schwerpunkt liegt auf Burgern in unterschiedlichsten Variationen. Aber es gibt auch Fisch und vegetarische Gerichte. Fleisch & Fisch kommen frisch vom Grill und als Beilagen gibt es neben Pommes fast alles, was das Gemüseparadies zu bieten hat. Ambiente: spricht uns voll an! Durch die halboffene Küche sind wir mitten drin, statt nur dabei. Service: wowwowow! Also wir hatten Flori. Und Flori hat uns nicht nur sehr gut beraten und angenehm unterhalten, er hat uns auch noch zwei Desserts spendiert.

Fazit: Wir kommen gerne wieder.

Achso – wo wir eigentlich waren? Bei Palavrion Düsseldorf Airport. Das gehört zu Mövenpickund davon gib es auch Ableger an den Flughäfen in Hannover und Zürich. Ob die natürlich auch so tolle Mitarbeiter wie Flori haben, wissen wir nicht. Probiert es einfach aus!


Newsletter-anmeldung