Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend. Goethe.
Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend. Goethe.
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Besser fremde Lorbeeren, als gar keine Beeren: Simones (DDR-)Himmelstorte.

Heute schmücken wir uns ausnahmsweise mal mit fremden Lorbeeren. Oder eigentlich Stachelbeeren! Das Bild zu diesem Blogbeitrag ziert eine herrliche Torte mit einer zarten Baiserhaube (die hervorragend knackt, wenn man hineinbeißt) und einer mit Stachelbeeren gespickten Creme, die sich zwischen zwei fluffigen Teigetagen ziemlich wohlfühlt. Sieht gut aus, schmeckt nach mehr, nur – wir haben sie nicht gebacken.

Die wunderbare süß-saure Frucht hat aktuell noch Saison und was in heimischen Gärten gerade wächst, wird in den Küchen unserer Gefilde zeitnah verarbeitet. So begegneten wir der Himmelstorte eher zufällig bei einem Sommerfest, wo sie im Rahmen eines Kuchenwettbewerbs an den Start ging. glücklicherweise saßen wir in der Jury des Komitees und durften so nicht nur die Optik, sondern auch den Geschmack bewerten – Gott sei Dank!

Beim anschließenden Kaffeeklatsch fragten wir Simone nach dem Rezept der zu DDR-Zeiten typischen Sommer-Kaffeekränzchen-Torte. Und konnten es erfolgreich in Erfahrung bringen! Nachgebacken haben wir die Himmelstorte zwar noch nicht, aber das Rezept bekommt ihr jetzt trotzdem. Schließlich wissen wir schon, wie gut sie schmeckt, wenn man sie backen kann:

So gehts:

Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Kochzeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde
Kategorie: Torten, Kuchen
Cuisine: Deutsch
Portionen: 1

Zutaten:
  • 4 Eier
  • 100g Butter
  • 300g Zucker
  • 4 EL Milch
  • 225g Mehl
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • Mandelblättchen
  • 1 (Glas) Stachelbeeren (im Sieb abtropfen lassen)
  • 400ml Cremefine (funktioniert besser als der Klassiker Schlagsahne)
  • 2 runde Backformen gleicher Größe (30 cm)

Anleitung:

  1. Die Eier werden getrennt und das Eiweiß wird anschließend mit 200 g Zucker und Vanillezucker steif geschlagen.
  2. Jetzt nehmt ihr eine separate Schüssel, in der ihr die Butter mit 100 g Zucker schaumig rührt. Diesem Schaum rührt ihr nach und nach das Eigelb sowie die Milch unter. Diese Masse bitte immer noch schön schaumig rühren!
  3. Anschließend mischt ihr Mehl und Backpulver und zieht dieses Gemisch unter den Butter-Zucker-Eigelb-Milch-Schaum. Spätestens jetzt solltet ihr euren Ofen vorheizen. Das Original-Rezept sagt 180 Grad, Simone kennt ihren Ofen besser und nimmt 160 Grad.
  4. Nun steht das Präparieren der 2 Backformen an: mit Backpapier auskleiden.
  5. Den entstandenen Teig teilt ihr jetzt auf die beiden Backformen auf und streicht ihn glatt. Auf die Böden verteilt ihr nun den Eischnee und bildet mit dem Löffel Wellen. Darauf streut ihr dann die Mandelblättchen und schiebt das Ganze in den Backofen. Das Rezept sagt 25 bis 30 Minuten. Simone sagt: „Bis sie goldgelb sind.“
  6. Ob ihr die Böden nach 25 Minuten raus nehmt oder wenn sie goldgelb sind, überlassen wir euch. Auf jeden Fall geht es nach dem Ofen so weiter:
  7. Böden auskühlen lassen & Stachelbeer-Creme zubereiten: Cremefine steif schlagen und die Stachelbeeren vorsichtig unterheben. Auf einem der beiden (ausgekühlten!!) Böden verteilt ihr nun die Stachelbeer-Creme. Den zweiten Boden schneidet ihr vor – wie ihr die Stücke später anschneiden möchtet – und setzt ihn dann auf die Creme-Schicht oben drauf.
  8. Warum das vorherige Anschneiden des zweiten Bodens? Weil ihr sonst die ganze Creme an den Seiten rausdrückt, wenn ihr die Himmelstorte anschneidet – probiert es aus, dann wisst ihr, was Simone meint.
  9. Noch ein kleiner Tipp von ihr: Sie bäckt die Böden oft auch schon einen Tag vorher.

 Vielen Dank an Simone für das Rezept und euch viel Spaß beim Nachbacken!


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