Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend. Goethe.
Kein Genuß ist vorübergehend; denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend. Goethe.
Warenkorb 0

Abheben in den Schlemmerhimmel und die Kochsternstunden zählen!

Bars & Cafés Kulinarik & Genuss Lifestyle Wein & mehr

Seit Anfang Januar sind wir schon ganz aufgeregt, weil die Kochsternstunden endlich wieder starten! Was das ist? Ein Menüwettbewerb. In Dresden, Leipzig und Chemnitz. Allein in Dresden beteiligen sich mehr als 30 Restaurants daran. Jedes Restaurant kreiert ein eigenes Menü und bietet dazu auch eine passende Getränkebegleitung an. Die Bewertung der Menüs erfolgt durch die Gäste, welche essen gehen und danach in Kategorien wie Geschmack, Ambiente und Service die Restaurants bewerten.

Das Gewinnerrestaurant darf sich dann ein Jahr mit dem Titel des Siegers schmücken. Für alle Testesser, die eine Bewertung abgeben, gibt es mehr als 100 Preise zu gewinnen – von einzelnen Flaschen Wein, Destillat oder Gin bis hin zur kostenfreien Teilnahme an Degustationsmenüs oder einem maßgeschneiderten Hemd. Die absolute Krönung ist der Hauptpreis: Eine 10-tägige Safari in Kenia.

Wir haben es uns in diesem Jahr nicht nehmen lassen und die feierliche Eröffnung der Kochsternstunden 2019 auf Schloss Proschwitz besucht: Hier präsentieren sich nämlich alle teilnehmenden Restaurants und zeigen mit kleinen Kostproben ihrer diesjährigen Menüs, auf welchem kulinarischen Kurs sie unterwegs sind.

Also – wie es sich für einen festlichen Anlass in diesem Rahmen gehört – haben wir uns fein angehost und unter das probierlustige Volk gemischt. Wir empfehlen für die Vorbereitung:

  1.     Nicht erst vor Ort klären, wer auf dem Rückweg den Job des Fahrers übernimmt.
  2.     Das vorherige Studium der Menüs der teilnehmenden Restaurants.
  3.     Bequemes Schuhwerk. Das ist in erster Linie eine Stehveranstaltung.
  4.     Nicht zu körperbetonte Kleidung. Sonst sieht man den Probierbauch so schnell.
  5.     Einen Treffpunkt zum Wiederfinden, falls einer verloren geht.

     

Wie so oft, gilt auch bei dieser Veranstaltung: Pünktliches Erscheinen sichert die besten Parkplätze. Oder: Wer rechtzeitig da ist, muss nicht mit Pfennigabsätzen über den Acker wackeln, welcher im Notfall als Parkplatz herhalten muss.

Schon bei Betreten des Schlosses empfängt uns eine angenehm kribbelnde Atmosphäre und mit einem Glas Sekt bewaffnet warten wir gemeinsam mit den anderen Gästen darauf, dass Kochsternstundeninitiator Clemens Lutz gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Prinz zur Lippe den Startschuss für die Veranstaltung geben. (Jaaaaa, ein echter Prinz. In einem echten Schloss. Aber (heute) ohne Pferd. Mädels, jetzt kommt mal wieder klar. Jetzt geht es um etwas viel Wichtigeres: Essen.)

Nach der Rede geht es dann endlich los und wir folgten dem Strom der Schau- und Probierlustigen in die obere Etage des Schlosses. Dabei versuchen wir, uns den im Auto ausgiebig diskutierten Fahrplan der Restaurants, welche wir probieren wollten, ins Gedächtnis zu rufen. Klappt prima. Nicht. (An dieser Stelle ergänze ich: 6. Fahrplan aufschreiben und einstecken.) Das mittlerweile leere Glas Sekt tauschen wir gegen ein Glas Wein, dessen Name passender Weise „Cuvée Clemens“ ist.

Wir lassen uns also ein wenig treiben und schauen beim Palais Bistro – Kempinski Taschenbergpalaisvorbei. Hier bekommen wir eine köstlich duftende Geflügelsamtsuppe mit gebackener Kalbspraline – ein gelungener Auftakt für unsere kulinarische Reise!

Unsere nächste Station ist die Palastecke. Hier werden „Kartoffeln & Quark“ neu interpretiert: Es gibt ein Quarkbällchen mit einem Kartoffelsüppchen. Da werden bei uns Kindheitserinnerungen wach und wenn wir die Augen schließen, sitzen wir quasi bei Oma am Mittagstisch. Sehr lecker!

Wir schlendern ein bisschen weiter und landen auf Schloss Eckberg. Hier werden unsere Nordlichtsynapsen direkt angesprochen: Bei gebackenem Glattbuttfilet, Nordseekrabben-Paella mit Wasserspinat und geröstetem Blumenkohl begeben wir uns auf eine kulinarische Reise an die Nordsee.

Zwei Gläser Wein später steht uns langsam der Sinn nach einem süßen Abschluss. Wir werden im Restaurant Moritz – Hotel Suitess – fündig. Das Menü wird von Sebastian Probst, dem  Gewinner der letzten Kochsternstunden, gestaltet und erinnert an eine kulinarische Reise in die Kindheit. Mit unserer Kostprobe, einer vorzüglichen Version von Milchreis mit Apfel, Zimt und Zucker, sind wir sehr zufrieden und streben schon gen Ausgang, als uns noch ein farbenprächtiges Dessert ins Auge fällt:

Das Restaurant Canaletto präsentiert „Süßes aus dem Winterwald“ mit Kastanien, Sanddorn, Kirsche, Mandel, Zimt & Nelke. Ein Dessert geht sicher noch …

Eigentlich hatten wir gehofft, dass uns die Entscheidung – zu welchen Restaurants wir essen gehen – nach diesem Abend leichter fallen würde. Dem ist leider nicht so. Alles was wir probiert haben, hat uns vorzüglich gemundet und uns neugierig auf mehr gemacht. Mal sehen, ob und welchen Restaurants wir im Rahmen der KSS noch einen Besuch abstatten werden.


Älterer Post Neuerer Post