Ab an die Donau: In die Wachau. Zum Essen. In die Hofmeisterei.

September 14, 2018

Ab an die Donau: In die Wachau. Zum Essen. In die Hofmeisterei.

Wir sind mal wieder in Österreich unterwegs. Genauer gesagt: in der Wachau. Das Gebiet der Wachauerstreckt sich an der Donau von Melk bis Krems. Landschaftlich ist die Gegend hier der reinste Augenschmaus: sanfte mit Rebstöcken bestückte Hügelketten begleiten den Lauf der Donau und niedliche kleine Ortschaften mit historischen Gebäuden bieten hin und wieder eine kleine Unterbrechung im Grün.

„Für Naturfreunde zu Fuß und zu Rad lohnt sich ein Ausflug in diese Gegen immer“, haben uns gerade wieder Einheimische bestätigt. Sie waren es auch, die uns eine Rast in diesem Weinberg empfohlen haben, wo wir uns die Spätsommersonne ins Gesicht scheinen lassen. Ein klasse Ort für eine kleine Verschnaufpause. Obwohl – ein klitzekleines schlechtes Gewissen bekommen wir dann doch, als wir die Winzer hier so bei der schweißtreibenden Arbeit beobachten.

Also nix wie los. Für die Mittagspause haben wir uns eine Empfehlung aussprechen lassen: die Hofmeisterei. Man lockt uns damit, dass wir dort die für die Wachau typischen bodenständigen Gerichte finden werden, welche mit Raffinessen aus der internationalen Küche pfiffig neuinterpretiert sind.

Als wir die Lokalität betreten, kommen wir in einen gewölbeähnlichen Raum. Rote Backsteine setzen einen interessanten Akzent und betonen die Deckenwölbung, während die Wände in einem zurückhaltenden Weiß gekonnt dafür genutzt sind, Bilder und (leere) Weinflaschen in Szene zu setzen. Das Mobiliar ist modern und trotzdem gemütlich. Echtholzmöbel und warme Farbtöne bestimmen das Bild und sind ein schöne Ergänzung zum Weiß der Wände. Wenn man seinen Blick hier so schweifen lässt, wird sehr schnell klar, dass sich hier jemand wirklich Gedanken gemacht hat. JETZT sind wir auf das Essen gespannt.

Wir beziehen Stellung an einem kleinen Tisch und lassen uns von der freundlichen Servicekraft eine Empfehlung aussprechen. Schließlich weiß sie doch am besten, was man hier unbedingt essen sollte. Wir folgen ihrem Rat und stellen uns ein individuelles Menü mit korrespondierenden Weinen zusammen. (Wenn wir irgendwo zum ersten Mal essen gehen, lassen wir uns übrigens öfter eine Empfehlung aussprechen. Das Personal weiß genau, was in der Küche gezaubert wird und kennt die saisonbezogenen Highlights!)

Das Menü begeistert uns mit einem Mix aus regionaler Küche und moderner Interpretation. Uns wurde wirklich nicht zu viel versprochen! Jeder Gang präsentiert sich geschmacklich ehrlich und geradlinig. Kein Schnickschanack, hin und wieder aufgepeppt durch geschmackliche Akzente. Das ganze Menü ist übrigens auch optisch ein Genuss – einladend angerichtet und manchmal traut man sich kaum, mit Messer und Gabel loszulegen. Das Highlight erreicht uns übrigens zu Ende unseres Abends in Form eines Baisers, welches an unserem Tisch flambiert wurde. (wow!)

Unser Fazit: Geschmacklich: tiptop. Service: weinkundig UND freundlich. Die Entfernung von zu Hause: Leider zu weit, um öfter hier zu sein.


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